Paradigmenwechsel

Für gewöhnlich setzen Unternehmen alles daran, ihren Umwelteinfluss (ökologischer Fußabdruck) so weit wie möglich zu reduzieren - es wird eine „Null-Emission“ angestrebt. Ironischerweise führt dieser Grundsatz, würde er denn konsequent umgesetzt, dazu, dass der Verkauf der Produkte der Firma kontraproduktiv wäre. Wählt ein Unternehmen jedoch Cradle to Cradle® als Leitmotiv für alle weiteren Entwicklungen, lässt sich dieser Negativansatz in einen positiven Paradigmenwechsel verwandeln.

Einer der ersten Schritte für die Umsetzung von Cradle to Cradle® ist immer die Definition der Ziele. Dabei geht es nicht darum weniger schlecht zu sein, sondern sich positive Ziele zu setzen. Von diesem Ziel werden die Schritte abgeleitet, die notwendig sind , um dieses zu erreichen. Diese Vorgehensweise hat mehrere Vorteile. Zum einen muss das Unternehmen nicht sofort alles perfekt machen, solange es sich auf dem Weg zum richtigen Ziel befindet. Zum anderen ist es in keiner Weise dazu verpflichtet sich selbst weg zu reduzieren. Eine positiv ausgerichtete Agenda führt dazu, dass die Kunden ermutigt werden die Produkte zu erwerben, was wiederum den Gewinn und damit die Flexibilität und Entwicklungsmöglichkeiten seitens der Firma und ihrer Produkte stärkt. Der Kunde wird so zum Partner der Entwicklung.

Unter anderem sind folgende Elemente in den Zielen eines Unternehmens, dass sich den Cradle to Cradle®-Prinzipien verpflichtet, enthalten:
  • Materialströme werden so gestaltet und geführt, dass die technischen und biologischen Nährstoffe erhalten bleiben.
  • Die eingesetzte Energie für Produkte und Prozesse wird aus erneuerbaren Quellen gewonnen.
  • Die Artenvielfalt wird aktiv und quantifizierbar gefördert.