Drei Prinzipien für den Paradigmenwechsel

Für gewöhnlich setzen Unternehmen alles daran, ihren Umwelteinfluss (ökologischer Fußabdruck) so weit wie möglich zu reduzieren - es wird eine „Null-Emission“ oder „Frei-von“ Strategie angestrebt.
Dabei sollte es nicht darum gehen weniger schlecht zu sein, sondern sich positive Ziele zu setzen. Für die Roadmap eines Unternehmens ist es nicht bedeutend aus welcher Ausgangssituation es kommt, sondern dass sich das Unternehmen auf dem Weg zum richtigen, öko-effektiven Ziel befindet.

Um positive ökonomische, soziale und ökologische Auswirkungen zu erzielen, wird eine neue Agenda benötigt. Dies erfordert eine neue Denkweise bei der Unternehmensführung und der Beziehung mit Geschäftspartnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Eine erhöhte Transparenz kann den Kunden am Ende der Wertschöpfungskette ermutigen, durch den Kauf qualitativ hochwertiger Produkte die Entwicklung des Unternehmens hin zu einem vollständigen Paradigmenwechsel zu fördern.

Für Unternehmen, die sich eine positive Entwicklung hin zu einem öko-effektiven Geschäftsmodell als Ziel gesetzt haben, bilden die drei Cradle to Cradle®-Prinzipien die Grundlage:

Nährstoffe bleiben Nährstoffe

In der Natur tragen die Prozesse jedes an einem lebenden System beteiligten Organismus zur Gesundheit des Ganzen bei. Die Blüten eines Baumes beispielsweise fallen zur Erde, wo sie abgebaut und so zur Nahrung für andere Organismen werden. Mikroben etwa ernähren sich von dem organischen "Abfall" und deponieren wiederum Nährstoffe im Erdboden, die dem Baum erneut zugutekommen. Der "Abfall" des einen Organismus ist Nahrung für einen anderen. Die Schaffung von Nährstoffzyklen für die industrialisierte Welt, in denen Müll in dem Sinn nicht mehr vorkommt, ist ein integraler Bestandteil des Cradle to Cradle® -Designkonzeptes.

Nutzung erneuerbarer Energien

Die erste industrielle Revolution schöpfte ihre Energie vorwiegend aus dem Reservoir der Vergangenheit; sie nutzte fossile Brennstoffe, die Millionen von Jahren zuvor entstanden waren. Die Atomenergie belastet die Zukunft mit Hypotheken und schafft für viele künftige Generationen hochgefährliche Verpflichtungen. Systeme jedoch, die durch Sonnenenergie angetrieben werden, nutzen die Energie von heute, ohne die Zukunft unserer Kinder nachhaltig zu belasten. Die Konstruktion von Produkten und Systemen kann die natürliche Energie der Sonne auf vielerlei Weise gewinnbringend und produktiv einsetzen. Das direkte Auffangen der Sonnenenergie ist nur eine Möglichkeit. Die Windkraft, die durch Thermik infolge des Sonnenlichts erzeugt wird, die Wasserkraft sowie die Nutzung von Biomasse sind weitere Energiequellen.

Unterstützung von Diversität

Natürliche Systeme funktionieren und gedeihen durch Komplexität. Verglichen mit den Standardlösungen der industriellen Revolution und der in der Globalisierung so geschätzten linearen Einförmigkeit, fördert die Natur eine unendliche Vielfalt. An die Produktion von Gütern muss letztlich mit vielfältigen Ansätzen herangegangen werden. Die Unterstützung von Diversität bedeutet im Sinne von Cradle to Cradle daher, die lebendigen Systeme dieser Erde als Vorbild zu nehmen und sich davon inspirieren zu lassen.

EPEA Internationale Umweltforschung hat sich das Ziel gesetzt, den Paradigmenwechsel zusammen mit Unternehmen voranzutreiben und sie auf ihrem Weg hin zu einem öko-effektiven Geschäftsmodell zu unterstützen. Hierbei gilt es sowohl auf Produkt- als auch auf Unternehmensebene die richtigen Ziele zu setzen, um langfristig von den Mehrwerten einer zirkulären Wertschöpfung zu profitieren.

Wenn Sie mehr über die Unternehmenstransformation erfahren möchten, kontaktieren Sie uns gerne unter: business@epea.com